Hochzeitstipps

An vielen Wochenenden eine Hochzeit begleiten zu dürfen, ist ein Privileg und hat mich viel gelehrt über die verschiedensten Dinge, die zum Erfolg Eures Festes beitragen können. All diese nützlichen Erfahrungen möchte ich gerne mit Euch teilen

Das wichtigste zuerst! Es ist Euer großer Tag! Das Angebot ist groß und reicht von 5 Sterne-Hotel bis hin zur Grillparty am See oder entspannten Scheunenhochzeit. Von einer prunkvollen kirchlichen Trauung im Münster bis zur freien Trauung auf einer Wiese mit Wildblumen. Zwischen 5 Gänge-Menü und Street-Food-Trucks. Lasst Euch nicht von anderen Hochzeiten, Ansprüchen beirren - bleibt Euch treu.

Es muss nicht vorrangig Euren Freunden, der Schwiegermutter oder den Kollegen gefallen - sondern vor allem Euch beiden! Als erstes solltet Ihr Euch die Zeit nehmen und Euch auf der Suche nach dem Charakter Eurer Hochzeit inspirieren lassen. Dieses kann über die verschiedenste Wege erfolgen: sei es Hochzeitsblogs, entsprechende Zeitschriften oder Pinterest mit Pinnwänden für Dinge wie Kleider, Dekoration, Brautstrauß etc.

Insbesondere letzteres ist sehr hilfreich, wenn Ihr einfach drauf los pinnt und so ein Gefühl für eine Stilrichtung bekommt. Aber Vorsicht: Das Überangebot kann dabei auch überfordern! Ab einem gewissen Zeitpunkt werdet Ihr dann merken, bei welcher Stilrichtung Ihr Euch am wohlsten fühlt. Von da an solltet Ihr eine Entscheidung treffen und Euch davon dann auch nicht mehr abbringen lassen. Sei es eher natürlich romantisch, eine Vintage- oder eine Boho-Hochzeit.

Bilder sind Momente
der Ewigkeit

Inspiration

Das Internet ist voll mit atemberaubender Hochzeitsinspiration. Überwältigend, wieviele großartige Bilder und unterschiedliche Konzepte es gibt, bei denen man sich inspirieren lass kann. Allerdings kann das auch ganz schon überfordern. Deshalb empfehle ich, dass ihr Euch zu Beginn - vor der ganzen Inspiration - überlegt, was Euch an Eurem großen Tag besonders wichtig ist. Wie soll die Trauung sein? In welchem Kleid seht Ihr Euch? Gibt es ein elegantes Dinner oder lockeres Streetfood? An was wollt Ihr Euch noch in Jahren erinnern? Welcher Stil beschreibt Eure Traumhochzeit am besten? Natürlich, romantisch, Boho, elegant, glamourös, Vintage, minimalistisch, traditionell, mediterran, urban, ökologisch oder vielleicht nur zu zweit?
Sobald ihr das für Euch heraus gefunden habt, könnt ihr Euch beispielsweise auf folgenden Webseiten inspirieren lassen:

Eine fast grenzenlose Inspirationsquelle ist Pinterest - hier könnt ihr Euch Eure eigenen virtuellen Pinnwände stellen um all Eure Lieblingsbilder zu sammeln. Schaut auch gerne mal bei mir vorbei - ich habe Euch hier einige meiner Favoriten gesammelt: zu meinem Pinterest Profil

Die Jahreszeit

Beachtet stets auch die Jahreszeit, die einige Varianten vielleicht von vornherein ausschließen oder beeinflussen kann. So hat der Frühling oft eher helle und pastellene Farben - im Vergleich ist der Herbst warm und kräftig. Das spiegelt sich natürlich auch in den Blumen wieder: im Frühling dominieren zum Beispiel Maiglöckchen, Wachsblumen, Rapunzeln, Anemone, Schneeball, Hyazinthe usw.. Im Sommer geben Pfingstrosen, Lavendel, Hortensie, Kornblumen oder auch Freesie einen besonderen Charakter, während im Herbst Schneeball, Chrysantheme, Clematis, Aster, Artischocken, oder Aster wunderschön sind. Im Winter sind es dann die Christrose, Amarylis, Distel, Narzisse, oder Geiskraut.

Eukalyptus, Schleierkraut, Johanniskraut, oder auch wunderschöne Trockenblumen wie Pampasgras sind dagegen das ganze Jahr über geeignet. Der Vorteil hierbei ist, dass Ihr mit diesen auch nach dem Fest noch ganz lange Freude habt.

Was bei Regen?

Eine der klassischen Fragen ist die nach dem „Notfallszenario“ Regenwetter. Bitte lasst Euch davon nicht verrückt machen, denn das ist nun einmal etwas, was weder Ihr noch ich kontrollieren könnt. Es ist, wie es ist und wir machen das Beste draus.
Dazu bedarf es ein wenig Flexibilität, denn nur in seltenen Fällen regnet es wirklich den ganzen Tag und so findet sich vielleicht doch noch das ein oder andere trockene Zeitfenster. Wenn aber auch das nicht sein sollte, empfehlen sich helle oder transparente Regenschirme. Und ich garantiere Euch: mit Eurem Strahlen finden wir auch im schlimmsten Regenwetter ein schönes Motiv!

Das Getting Ready

Der Weg ist das Ziel. Das wäre vielleicht übertrieben formuliert, aber die Stunden vor der eigentlichen Hochzeit haben eine ganz besondere Magie. Über Wochen, Monate, habt Ihr auf diesen Tag hingefiebert und jetzt wird es ernst.

Meine Reportagen beginnen daher meistens bereits mit den letzten Stunden VOR der Hochzeit: die letzten Pinselstriche beim Make Up, das Anziehen des Kleids, ein letztes Anstoßen mit den Mädels oder der Mama. Das sind ganz besondere Momente der Vorfreude, die man wunderbar einfangen kann.
Dabei besteht in der Regel auch Gelegenheit für einige Detailbilder von den Brautschuhen, Blumen, Schmuck, Ringen und persönlichen Gegenständen.

Perfekter Ort für das Herrichten der Braut sind helle Hotelzimmer, sofern ihr das nicht zuhause erledigt. Besonders schön wird es, je heller und ruhiger das entsprechende Zimmer hergerichtet ist. Es wäre schade, wenn ein Wäscheständer oder ein Haufen Schuhe erst noch verräumt werden müssen. Das nimmt den Fokus und auch die Magie dieser Momente.

Der First Look

Traditionell sieht sich das Brautpaar eigentlich erst bei der Trauung zum ersten Mal. Immer öfter erlebe ich jedoch, dass Paare diesen Moment gerne für sich allein hätten und diesen Moment vorziehen. Dafür gibt es das First Look Shooting, bei dem Ihr Euch zum ersten Mal in Eurem wunderschönen Hochzeits-Look gegenübersteht. Ein magischer Moment mit vielen Emotionen.
Gerne mache ich diese Bilder in einem natürlichen Umfeld: sei es auf einer Blumenwiese, einer Waldlichtung oder an einem für Euch besonderen Ort.

Das Brautpaarshooting

Hier habe ich tatsächlich relativ viel Gespräche mit den Paaren, da der für die Bilder ideale Moment vielleicht nicht immer der für die Veranstaltung ideale ist. Denn das schönste Licht gibt es nun einmal morgens oder am späten Nachmittag. Dabei hängt der Zeitraum natürlich auch von der Jahreszeit ab: als grobe Faustregel ist es ungefähr eine Stunde vor dem Sonnenuntergang ideal.
Vertraut mir da, denn der Unterschied bei den Lichtverhältnissen hat einen großen Effekt auf die Schönheit der Bilder.
Dieser Zeitrahmen passt allerdings nicht immer zu Euren Plänen, ich kenne das von langen Diskussionen mit meinem eigenen Mann bei unserer Hochzeit. Doch auch dann finden wir eine Lösung. Zum Beispiel suchen wir uns einen schattigen Platz für das Shooting am Tag und verschwinden dann abends einfach noch einmal kurz für ein paar Minuten, um im Sonnenuntergang zu kuscheln. Die Bilder lohnen es!

Und tatsächlich tut es dem ein oder anderen gut, noch einmal etwas Zweisamkeit in all dem Trubel genießen zu können. Für das Shooting rechne ich in der Regel mit einer Stunde. Aber auch das liegt letzten Endes in Eurer Entscheidungshoheit: wollt ihr es an nur einem Ort, oder vielleicht sogar mehrere Locations anfahren? Ideal sind Wiesen, Reben, ein Seeufer, Waldwege oder alte Steinmauern. Gerne berate ich Euch um gemeinsam mit Euch die passenden Stellen zu finden.

Die Gruppenbilder

Ein Gruppenfoto darf bei einer Hochzeit natürlich auch nicht fehlen. Wichtig ist hierbei aber eine gute Vorrausplanung: wer sollte mit wem zu sehen sein: Beide Familien einzeln, beide gemeinsam, die Trauzeugen und Brautjungfern, die Fussballfreunde oder auch die Arbeitskollegen. Das kann manchmal tatsächlich eine längere Liste sein und insofern ist es wichtig, dass Ihr „Assistenten“ in Form von Trauzeugen habt, die Euch die entsprechenden Personengruppen für das Shooting vor Ort zusammensuchen und positionieren.